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In English
Januar 2007:
 2007 hat ziemlich kalt angefangen - Frost in der Nacht, aber tagsüber dann sehr schön und warm. Fehlt nur etwas Schnee und es wäre ein wunderschönes Winterland! Wir haben Silvester und Neujahr am Grand Canyon gefeiert. Beim Zelten im Schnee war die Temperatur perfekt, um den Sekt zu kühlen. Leider waren unsere Füsse davon auch betroffen - und denen hat das weniger gut gefallen!
 Der Grand Canyon war Teil einer Reise, die wir mit Frithjof gemacht haben. Frithjof war drei Wochen lang aus Deutschland zu Besuch. Heiligabend haben wir Muir Woods besucht, wegen der vielen schönen (Weihnachts-)Bäume dort. Dann haben wir unsere Kajak- und Campingausrüstung gepackt und sind losgefahren. Zunächst ging es zum Black Canyon des Colorado Rivers. Dort sind wir 4 Tage lang Boot gefahren, gewandert, und haben einige der zahlreichen heissen Quellen genossen. Dann ging es weiter durch Arizona, wo wir ein paar Abenteuer hatten, u.a. einen Brandanschlag auf ein Restaurant gleich neben unserem Zeltplatz. Da sind wir lieber schnell weitergefahren! Winter ist eine gute Jahreszeit, um den Grand Canyon zu besuchen. Weniger Menschenmassen als zu anderen Jahreszeiten, allerdings ist es wegen Schnee und Eis auch schwieriger, die etwas gewagteren Wanderungen hinab in den Canyon zu unternehmen. Wir sind dann wieder abgefahren bevor der nächste Schneesturm ankam, und haben noch einen besonders schönen Park besucht: Das Valley of Fire in Nevada.
 Im Valley of Fire gibt es wunderbare Formationen aus rotem Sandstein, die in der Morgen- und Abendsonne ihre ganze Brillianz entfalten. Vollmond, dramatische Morgen- und Abendhimmel, sowie ein exzellenter Zeltplatz kamen hinzu. Ausserdem war es endlich mal wieder warm genug, um abends gemütlich am Lagerfeuer zu sitzen und die gebackenen Kartoffeln auch zu geniessen. Die Rückfahrt zur kalifornischen Küste verlief ohne grössere Vorkommnisse. Wir wollten eigentlich noch am Mono Lake vorbei, und einige heisse Quellen im Long Valley besuchen, aber ein weiterer Schneesturm war auf dem Weg, und so haben wir das diesmal ausgelassen.
 Seit Juli arbeite ich in einem neuen Job. Es handelt sich dabei um ein Projekt zur Erforschung von geologischer Aktivität (insbesondere Erdbeben und Vulkane) entlang der Amerikanisch-Pazifischen Plattengrenze. Die Methode arbeitet mit sehr präzisen GPS Messungen, die in dichten Netzwerken entlang der gesamten Westküste durchgeführt werden. Ich bin mit meinen Kollegen für das nördliche Kalifornien zuständig. Von den insgesamt 229 Stationen sind dort jetzt noch 99 aufzubauen.
 Paddeln ist weiterhin unsere Lieblingsbeschäftigung am Wochenende. Während des letzten Jahres haben Dave und ich mehr Zeit mit unseren selbst gebauten grönländischen Kajaks zugebracht. Wir versuchen, verschiedene Manöver und Tricks zu lernen. Im Oktober waren wir in San Simeon im südlichen Kalifornien zu einem Treffen von Gleichgesinnten. Das war eine sehr gelungene Veranstaltung, und es war schön soviele verschiedene traditionelle Boote -und ihre Paddler- zu sehen und klennenzulernen.
Aus Kalifornien - Dörte
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